Honorare

Für Unternehmensberater gibt es nicht nur keinen Schutz der Berufsbezeichnung und keine Verkammerung, sondern auch keine staatlich festgeschriebene Gebührenordnung. Die Berater sind in der Kalkulation ihrer Honorare frei. Das hat Vorteile für beide Seiten, denn es kann über die Honorarhöhe verhandelt werden und es können sich für bestimmte Leistungen Marktpreise bilden, die sich nach Angebot und Nachfrage richten.

Zeithonorar ist üblich
  
Das Honorar wird üblicherweise als Zeithonorar nach Aufwand in Personentagen berechnet. Unter einem Personentag versteht man die Arbeit eines Beraters an einem Tag. Ein Personentag sind üblicherweise acht bis zehn Zeitstunden. Werden in einem Projekt 5 Berater jeweils 10 Tage benötigt, kommt man auf 50 Personentage. Daneben werden auch häufiger Festpreis-Honorarmodelle vereinbart. Seltener kommen Honorare zum Einsatz, die unterschiedliche Formen von Bonusvereinbarungen enthalten.

Die Tagessätze variieren nach Größe des Beratungsunternehmens sowie Erfahrung und Hierarchiestufe der Berater. Für einen Berater werden laut BDU-Honorarbefragung 2008 daher je nach Umsatzklasse im Schnitt 1.100 bis 1.380 Euro in Rechnung gestellt. Für einen Seniorberater sind es bei einer kleineren Beratungsgesellschaft mit bis zu 200.000 Euro Jahresumsatz im Schnitt 1.520 Euro und bei einer größeren Unternehmensberatung über fünf Millionen Euro Jahresumsatz 2.000 Euro im Schnitt. Werden der Chef eines Beratungsunternehmens oder ein Seniorpartner in einem Beratungsprojekt aktiv, können auch bis zu 5.800 Euro berechnet werden. Die große Differenz im Preis zeigt nochmals deutlich, wie heterogen der Markt ist.

Honorarhöhe ist abhängig von der Aufgabe
  
Bei seriösen Beratern hängt die Honorarhöhe unmittelbar mit der Qualifikation und Erfahrung sowie mit der Spezialisierung und nicht zuletzt mit der technischen Ausstattung zusammen. Sie dürfen die Höhe des Tageshonorars deshalb nicht isoliert betrachten. Unter Umständen ist der Berater mit dem niedrigeren Tagessatz insgesamt teurer, weil er mehr Tage braucht, um das für Sie wichtige Ergebnis auszuarbeiten.

Setzt die Beratungsgesellschaft bei größeren Projekten mehrere Unternehmensberater als Projektteam ein, sind differenzierte Preise für die eingesetzten Berater je nach Qualifikation denkbar. Hier könnte auch ein durchschnittliches Tageshonorar pro Mann verlangt werden oder eine Abrechnung unter Zugrundelegung der Einzeltagessätze nach tatsächlicher persönlicher Einsatzzeit.

Honorartabelle


 

Fördermittel des Bundes und der Länder

Auf den Internet-Seiten des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie (BMWI) erhalten Sie umfangreiche Informationen und einen aktuellen Überblick über die Förderprogramme des Bundes, der Länder und der Europäischen Union.

Der BDU steht den Fördermitteln für Unternehmensberatung skeptisch gegenüber, weil der Verband die Meinung vertritt, dass sich Beratung für ein Unternehmen wirtschaftlich lohnen muss. Der Förderer geht implizit davon aus, dass für kleine und junge Unternehmen die Beratung teurer ist, als der durch sie zu erzielende Effekt. Das bisherige Fördersystem hat außerdem hohe Anteile der vom Staat eingesetzten Fördermittel in der Förderadministration verschlungen, was weder dem Kunden noch dem Berater dient. Ab 1. Juli 2008 wurden die Förderrichtlinien komplett erneuert.

 

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Video zur Fachverbandsarbeit

Video zur Arbeit der Fachverbände im BDU, beispielhaft dargestellt.  

 

Studien

Demografie Exzellenz Baden-Württemberg
Ergebnisse der Studie 2009               

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