Eine der Aufgaben des BDU ist es, Standards und Grundsätze für die Beratung zu entwickeln und zu veröffentlichen. Der BDU hat deshalb Qualitätsinitiativen für Unternehmensberater und Personalberater entwickelt, zu denen sich die BDU-Mitglieder verpflichtet haben. Diese dienen darüber hinaus auch Klienten und Kandidaten als wirkungsvolle Orientierung.

BDU-Grundsätze für Unternehmensplanung und Personalberatung

Die Grundsätze ordnungsgemäßer Planung (GoP) beschreiben seit 2007 (aktualisiert 2009) das Vorgehen zu einer ordnungsgemäßen Unternehmensplanung. Sollten Sie eine Unternehmensplanung erstellen oder beurteilen, so geben Ihnen die in den GoP enthaltenen Mindestanforderungen eine fundierte Grundlage. Mit einer fundierten Planung bleiben Unternehmen im Markt länger erfolgreich und besitzen aus BDU-Sicht bessere Verhandlungsoptionen gegenüber Kreditgebern. Auch für Unternehmensgründer fällt der Start erfolgversprechender aus. Er ist für Unternehmen aller Größenordnungen und Branchen anwendbar.

Die Unterstützung eines Auftraggebers bei dessen Suche und Auswahl von Fach- und Führungskräften ist eine Beratungsleistung von hohem betriebs- und volkswirtschaftlichem Nutzen. Sie erfordert vom Personalberater ein Höchstmaß an Kompetenz und Verantwortung. Der Bundesverband Deutscher Unternehmensberater BDU e.V. (BDU) hat es sich daher als nationale Berufsvertretung von Personalberatungsunternehmen zum Ziel gesetzt, die Professionalität der Branche und seiner Mitglieder zu fördern. Aus diesem Grund hat der BDU die dargestellten Grundsätze ordnungsgemäßer und qualifizierter Personalberatung (GOPB) formuliert. Sie dienen den BDU-Mitgliedsunternehmen als Richtlinien bei Ihrer Tätigkeit als Personalberater. Gleichzeitig dienen diese Grundsätze dazu, dass sich Auftraggeber und Kandidaten ein Bild von der Professionalität und Qualifikation eines Personalberaters verschaffen können.

Grundlagen ordnungsgemäßer Restrukturierung und Sanierung (GoRS)

Der BDU-Fachverband Sanierungs- und Insolvenzberatung hat bereits 2013 die Grundlagen für das Grobkonzept im Rahmen einer Bescheinigung nach § 270b InsO veröffentlicht. Der Zuspruch auf diese Empfehlungen war sehr groß. Zugleich zeigte sich aber darüber hinaus die Notwendigkeit, grundlegende Leitlinien für die bestmögliche Begleitung eines Restrukturierungs- und Sanierungsprozesses durch
externe Berater zu erarbeiten: die BDU-Grundlagen ordnungsgemäßer Restrukturierung und Sanierung (GoRS). Die GoRS ersetzen dabei nicht bereits vorhandene Standards, etwa die des IDW S 6 für Sanierungsgutachten. Vielmehr sollen die GoRS die bereits vorhandenen Standards und die diversen weiteren Rahmenbedingungen unter einem vom Restrukturierungs- und Sanierungsprozess bestimmten Überbau sinnvoll miteinander verknüpfen. Maßgeblicher Initiator und Ersteller der GoRS sind die Mitglieder des BDU-Fachverbandes Sanierungs- und Insolvenzberatung. Die Grundsätze wurden aber auch zahlreichen Experten aus der Sanierungspraxis außerhalb des Verbandes – zum Beispiel Wirtschaftsprüfern, Insolvenzverwaltern und Wirtschaftsjuristen – zur Kommentierung und Prüfung zur Verfügung gestellt. Ihre Anregungen sind in das Papier miteingeflossen.

Grundsätze ordnungsgemäßer Markenbewertung

ein zentrales Anliegen des BDU ist es, durch vielfältige Qualitätsinitiativen zur ständigen Verbesserung unserer für die deutsche Wirtschaft wichtigen Dienstleistung beizutragen. So dienen unter anderem Grundsätze, Leitfäden, Standards oder Empfehlungen sowohl den BDU-Mitgliedsunternehmen als auch allen übrigen Marktteilnehmern als Maßstab für ihre Tätigkeit. Publikationen wie zum Beispiel die Grundsätze ordnungsgemäßer Planung (GoP) oder die Standards ordnungsgemäßer Nachfolgeberatung bieten Beratern und Klienten bereits eine verlässliche Orientierung. Eine neue Qualitätsinitiative des Verbandes gilt nun der Bewertung von Marken. In über einjähriger Arbeit, in zahlreichen Sitzungen und Arbeitspapieren, haben neun erfahrene Beratungsexperten ihr Know-how und ihre Erfahrung in diese grundlegende Publikation einfließen lassen. Die Grundsätze ordnungsgemäßer Markenbewertung (GoM) haben den Anspruch und das Potenzial, unverzichtbares Rüstzeug für den Markenexperten zu werden.

Standards für Nachfolgeberatung

Nach Berechnungen des Instituts für Mittelstandsforschung werden in den kommenden fünf Jahren rund 135.000 Unternehmensübergaben in Deutschland notwendig. Scheitern diese, entsteht ein hoher volkswirtschaftlicher Schaden, alleine durch den Wegfall von Arbeitsplätzen. Wir haben vor diesem Hintergrund die „Standards ordnungsgemäßer Nachfolgeberatung“ erarbeitet. Der Leitfaden, der federführend vom Fachverband Gründung, Entwicklung Nachfolge verfasst wurde, soll Unternehmen und Organisationen im Sinne einer Checkliste als Orientierung dienen.

Top