Disruptive Veränderungen in der größten Industriebranche Deutschlands stellen alles bisher Bekannte auf den Kopf. Für den Automobilsektor geht es dabei um mehr als nur die zunehmende Digitalisierung und neue Geschäftsmodelle.

Während die Branche in den letzten Jahren vom vernetzten Fahrzeug über neue Mobilitätslösungen bis hin zum autonomen Fahren viel diskutiert hat, bringt der Abgasskandal der letzten Monate ein Thema auf die Agenda, das viele Hersteller und Zulieferer vernachlässigt haben. Neue Antriebstechnologien rund um die Elektromobilität bedeuten nach über einhundert Jahren Erfolgsgeschichte das vermutliche Ende des Verbrennungsmotors.

 

Damit ergibt sich für viele Hersteller und Zulieferer ein neuer, zusätzlicher Veränderungsdruck - weg von den bewährten Kernkompetenzen im Bereich Motor und Antrieb, hin zu neuen Technologien. Auch hier wollen die deutschen Hersteller in zehn Jahren wieder weltweiter Marktführer sein. Dazu bedarf es umfangreicher Anstrengungen nicht nur im Umgang mit diesen neuen Technologien, sondern gleichzeitig deren Integration in die rasant wachsenden digitalen Eco-Systeme der Mobilität. Durchgängige Konzepte hierzu sind momentan jedoch nur spärlich vorhanden.

 

Matthias Loebich | Partner und Mitglied des Globalen Management Teams | BearingPoint 

 

 

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