Fachkonferenz Public Sektor und Beratung

Die Fachkonferenz Public Sektor und Beratung fand 2025 erstmalig statt. Sie stand unter dem Motto „Gemeinsam gelungene Projekte gestalten - Strategien, Impulse und Austausch für die erfolgreiche Zusammenarbeit und Steuerung von Beratungsprojekten der öffentlichen Hand“. Die Fachkonferenz wird am 02. Dezember 2026 in Bonn wiederholt werden und richtet sich an Mitarbeitende in der öffentlichen Verwaltung sowie Beratungsunternehmen, die im öffentlichen Sektor tätig sind. 

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Die 2. Fachkonferenz Public Sektor und Beratung findet am 2. Dezember 2026 im Kameha Grand Bonn statt.

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02. Dezember 2026 | 09:00 - 16:30 Uhr
Kameha Grand Hotel Bonn
Am Bonner Bogen 1
53227 Bonn

Preis

  • 149 Euro zzgl. MwSt. für Vertreter des öffentlichen Sektors, z.B. Behörden, Auftraggeber
  • 249 € zzgl. MwSt. für übrige Kongressteilnehmer, Frühbucherpreis bis 30.09.2026
  • 349 € zzgl. MwSt. für übrige Kongressteilnehmer ab 01.10.2026

Keynotes
Moderation: Kai Haake, Geschäftsführer BDU e.V.

Keynote I
Made in Europe? Auswirkungen für die Vergabe von Beratungsleistungen und digitale Souveränität in der Beratung, Christian Ehler MdEP(angefragt)

Keynote II
Aus dem Maschinenraum - Zusammenarbeit von Auftraggeber und Berater, RA Dr. Christian Siegismund, Justiziar der BwConsulting

Breakout Sessions 

Track A: Vergabe und Beschaffung

  • Moderation: Dr. Karsten Lisch, Vorstandsmitglied im BDU-Fachverband Öffentlicher Sektor und Partner der Kanzlei Esch Bahner Lisch Rechtsanwälte
  • Marktplatz Deutschland – Die zentrale Vergabe-Plattform für öffentliche Aufträge, Robert Thiele, Bundesministerium für Digitales und Staatsmodernisierung (BMDS)
  • Vergaberecht und Beschaffung – Ask Me Anything, Christian Gusbeth, Referatsleiter ZIB11 - Strategische Beschaffung Bund, Beschaffungsamt des Bundesministeriums des Innern (BMI)

Track B: Projektmanagement und Risiken

  • Moderation: Nadja Schuster, Vorsitzende des BDU-Fachverbands Öffentlicher Sektor
  • Herausforderungen in Multiprojekten mit verteilten Verantwortlichkeiten, Thomas Lodzinski, Bundesministerium für Digitales und Staatsmodernisierung (BMDS), Beratungszentrum des Bundes des BVA
  • Wissen vergeht, Wirkung bleibt: Warum stabile Projektergebnisse wichtiger sind als konstante Teams, Matthias Heintke, Managing Director (Public Sector Lead Germany) und Julia Kirner, Managing Director (Workforce & Organisational Transformation), Protiviti GmbH

Track C: Evaluation und Zusammenarbeit

  • Moderation: Jörg Sarnes, Vorstandsmitglied des BDU-Fachverbandes Öffentlicher Sektor und Senior Advisor mobilité Unternehmensberatung GmbH & Co. KG
  • Kleine Landkarte durch die Welt der Evaluation von Projekten, Beratern und Beratungen, Prof. Dr. Thomas Deelmann, Hochschule für Polizei und öffentliche Verwaltung (HSPV), Nordrhein-Westfalen
  • Von kleinen bis großen Beratungskunden: Erfolgreiche Kooperationen und überzeugende Ergebnisse, Yvonne Balzer, Mitglied der Geschäftsleitung PD – Berater der öffentlichen Hand GmbH

Impulsvortrag
Game-Change in der öffentlichen Beschaffung, Felix Zimmermann, CPO IT-Einkauf Bund, Bundesministerium für Digitales und Staatsmodernisierung (BMDS)

Impulsvortrag
Was wäre eigentlich, wenn es keine gesetzlichen Schranken gäbe? Effizienzgewinne durch die Einführung von KI in Theorie und Praxis, Dr. Thomas Erwin, Partner EY Consulting GmbH 

Round Table und Diskussion

Moderation: Prof. Dr. Thomas Deelmann

Teilnehmer/-innen:
Yvonne Balzer, PD
Nadja Schuster, Vorsitzende BDU-Fachverband Öffentlicher Sektor
Thomas Erwin, EY Consulting
Felix Zimmermann, BMDS

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Anmeldung

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Haben Sie Fragen oder Anmerkungen zur 2. Fachkonferenz Public Sektor und Beratung?

Richard Skott steht Ihnen gerne zur Verfügung:

Telefon: (0228) 91 61 11
E-Mail: richard.skott@bdu.de

 

Rückblick 2025

Die 1. Fachkonferenz Public Sektor und Beratung startete - nach der Begrüßung durch BDU-Geschäftsführer Kai Haake und Thomas Lodzinski vom BMDS - mit drei Impulsvorträgen, die sich mit den Kriterien für eine erfolgreiche Zusammenarbeit zwischen Consultants und Staat beschäftigten.

Den Beginn machte Thomas Deelmann, der sich dem wachsenden Volumen der Ausgaben des Staates widmete. Mit einem kritischen Blick auf die eine oder andere mediale Beraterdiskussion appellierte er an die Notwendigkeit, Beratungsprojekte erfolgreich zu beauftragen und durchzuführen. Sein Fazit: Jedes Mal, wenn ein Projekt nicht klappt, überschattet dieses die Vielzahl der Projekte, die gemeinsam mit dem öffentlichen Sektor erfolgreich umgesetzt werden.

Uwe Becker, Präsident des Landesrechnungshof Hessen, erläuterte die Erwartungen eines Rechnungshofes an Beratungen. Er ist davon überzeugt, dass eine erfolgreiche Zusammenarbeit sich immer durch Mehrwerte für alle Beteiligten auszeichnet. Dies bezieht sich beispielsweise auf die Unabhängigkeit der Beratungen, Kontinuität im Personal und eine enge und offene Kommunikation.

Den letzten Impuls lieferte Oliver Lindner, der verschiedene Punkte anführte, um Vergabeverfahren einfacher zugänglich und transparenter zu gestalten. Oft sind die Verfahren sehr kompliziert und für KMU ungeeignet. Außerdem hemmen lange Verfahrensdauern Innovationen und führen dazu, dass Technologien bei Umsetzung bereits veraltet sind. Daraus resultiert außerdem eine geringe Agilität sowohl im Verfahren als auch im Projekt, was auch wiederum kreative Lösungen hemmt. Hier ist eine Nachjustierung erforderlich, um die öffentliche Hand zukunftssicher aufzustellen.

Nach der Kaffeepause stellte Dr. Karsten Lisch, Rechtsanwalt bei Esch Barner Lisch, seine Erfahrungen im Vergabeprozess sowohl aus Sicht der Auftraggeber als auch aus Sicht der Bieter dar. Es wurde schnell klar, dass sich beide Seiten teilweise über die selben Fehler im System (z.B. lange Ausschreibungszeiten, wenig Agilität in den Projekten und somit auch geringe Innovationskraft) ärgern.

In den Breakout-Sessions nach der Mittagspause ging es verschiedene Praxisbeispiele für erfolgreiche Projekte, Effizienzmessung in der Beratung und vergaberechtliche Details.

Christian Gusbeth vom Beschaffungsamt des BMI berichtete über Besonderheiten bei Rahmenverträgen und stand für ein "Ask me everything" zur Verfügung.

Dr. Jonas Steeger von Nordantech erläuterte in seinem Impuls, was einen erfolgreichen PMO ausmacht und erläuterte, dass vor allem große Projekte, die über zwei Jahre dauern, eine hohe Abbruchwahrscheinlichkeit haben und am wenigsten erfolgreich sind.

Parallel dazu appellierte Sven Matthies vom Bundesverwaltungsamt (BVA) an eine Verbesserung der Auftraggeberqualität, um effizientere und qualitativ hochwertig Ergebnisse zu erzielen. Gleichzeitig müssten aber auch die Consultants die Beschäftigen der öffentlichen Verwaltung aktiv mit einbeziehen, um Restrukturierung erfolgreich umsetzen zu können. Es müssen also beide Seiten zusammenarbeiten, um optimale Ergebnisse zu erhalten.

Als erfolgreiche Projekte wurden ein digitales Gesundheitsamt für Hessen als Open Source Software von Jobst Eßmeyer (cronn GmbH) und ein Projekt, das in Co-Creation des Bundesministerium für Arbeit und Soziales zusammen mit d-fine umgesetzt wurde, von Dr. Felix Olsowski und Laura Kraut vorgestellt. Diese gemeinsame Umsetzung hatte sowohl für besseres Verständnis im Ministerium als auch für ein besseres Endergebnis gesorgt.

Nach der Kaffeepause berichtete Felix Zimmermann, CPO des Bundes im Bundesministerium für Digitales und Staatsmodernisierung von seiner Sicht auf die Public-Sektor-Beratung unter Berücksichtigung seiner neu geschaffenen Stelle und den Planungen für die kommenden Jahre.

Die Abschlussrunde mit Nadja Schuster (d-fine), Jon Abele (BearingPoint), Thomas Lodzinski (BMDS) und Felix Zimmermann (BMDS) und moderiert von Thomas Deelmann stellte noch einmal klar, dass aktuell immer wieder Projekte für die Digitalisierung der Verwaltung nicht am Wollen scheitern, sondern am Können. Für die Zukunft gibt es aber natürlich auch noch viele offene Fragen: Was wird eine Einkaufs-GmbH des Bundes bringen? Und wie gehen Bedarfsträger und Beratungen mit KI in Projekten, aber auch Vergabeverfahren um?

Wir blicken zurück auf einen Tag, an dem der offene Austausch und der Dialog im Mittelpunkt standen und der geholfen hat, Mauern zwischen Beschaffern und Beratungen abzureißen. Wir freuen uns auf eine Wiederholung im nächsten Jahr! 

Ihr Ansprechpartner

Richard Skott