Geschäftsklimaindex Consulting

Der Geschäftsklimaindex im Consulting wird quartalsweise erhoben und gibt einen Einblick in die aktuelle Marktlage und einen Ausblick auf die Stimmung im Markt in den nächsten sechs Monaten. Außerdem wird bei der Befragung zwischen den Beratungsbereichen und den Größenklassen unterschieden, um die Veränderungen in den einzelnen Teilsegmenten sichtbar zu machen. Hier finden Sie einen Auszug der jeweils aktuellen Ergebnisse. 

Q2/2026: Consultingmarkt ohne Aufwärtsimpulse

Der aktuelle Geschäftsklimaindex für den Consultingmarkt verzeichnet einen leichten Rückgang um -1,3 Punkte auf 87,9 (Q1/2026: 89,2) und entwickelt sich damit parallel zum ifo-Index, der ein noch niedrigeres Niveau verzeichnet. Beim Ausblick auf die nächsten sechs Monate ist der Optimismus gegenüber dem Vorquartal spürbar gesunken, da der erhoffte Aufschwung bis jetzt ausgeblieben ist.

Bezüglich Geschäftslage und Ausblick herrscht aktuell Heterogenität zwischen den Beratungsbereichen. Nur die Strategieberatung verzeichnet ein leichtes Plus (+0,3 Punkte) auf einen Indexwert von 93, was vor allem auf einen Zuwachs in der aktuellen Geschäftslage zurückzuführen ist. 31 Prozent der Beratungen aus dem Bereich schätzen die aktuelle Geschäftslage als über Budget ein (Q1: 26%). Am deutlichsten fällt der Geschäftsklimaindex der HR-Beratung um -3,1 Punkte auf 79. Die Sanierungsberatung verzeichnet auf einem hohen Indexniveau von 103 ebenfalls einen Rückgang um 3,0 Punkte. Die Mehrheit der Sanierungsberatungen (54%) sehen auch für die nächsten sechs Monate gleichbleibende Geschäfte, sodass hier von einem erreichten Plateau ausgegangen werden kann und der Markt gesättigt scheint. Organisations- und Prozessberatung (-0,9 Punkte) und IT-Beratung (-2,1 Punkte) verzeichnen ein leichtes Minus, welches vor allem auf gleichbleibenden bzw. ungünstigeren Aussichten in diesem Beratungsbereich beruht. 

Aufgeschlüsselt nach Unternehmensgrößen ist der Geschäftsklimaindex nur bei den mittelgroßen Beratungen gestiegen. Dagegen haben vor allem die großen Beratungen über 50 Mio. Euro Umsatz (-7,3 Punkte) und die kleinen Beratungen zwischen 250.000 und 1 Mio. Euro Umsatz (-4,9 Punkte) am meisten am Markt zu kämpfen. Dies könnte daran liegen, dass die Mittelgroßen aktuell mit einer höheren Flexibilität im Unternehmen punkten können. Sie sind oft etwas agiler als sehr große Firmen und decken mehr Themengebiete ab als kleine Beratungen. Dadurch können dort vergleichsweise einfach Kompetenzumschichtungen stattfinden, was für einen Vorteil im Markt sorgt.

Sie möchten auch an der Befragung teilnehmen?

Wenn Sie in einer Unternehmensberatung (jede Hierarchieebene) tätig sind, können Sie sich gerne hier in unseren Verteiler für die Befragung des BDU-Geschäftsklimaindex eintragen lassen. 

Ihre Ansprechpartnerin

Madeleine Roscher