Der Weg in die regulatorische Komfortzone

verfasst von Marcel Nickler (Vorsitzender der Geschäftsführung und Leiter DACH), Dr. Maciej Piechocki (Partner) | Bearing Point GmbH

Unternehmensberatungen als Vermittler zwischen Regulierern und Regulierten: Für Unternehmensberatungen wie BearingPoint zählen sowohl Regulatoren wie Aufsichtsbehörden und Zentralbanken als auch regulierte Institutionen wie Banken und Versicherer zum Kundenstamm. Hieraus ergibt sich ein Rund-um-Blick auf die Finanzmarktregulierung sowie ein Verständnis für die verschiedenen Interessen.


Beratungsunternehmen sind geradezu prädestiniert für eine Vermittlerrolle zwischen Regulierern und Regulierten. Und diese ist dringend notwendig, denn die Fronten sind häufig verhärtet. Im Idealfall soll mit möglichst wenig Aufwand möglichst viel erreicht werden. Der Weg zu einer effizienten und nachhaltigen Zusammenarbeit, von dem beide Seiten maßgeblich profitieren würden, muss aber noch gefunden werden. Ansatzmöglichkeiten gibt es viele und ein unabhängiger Blick von außen kann dabei helfen. Ob als politischer Sparringspartner für Behörden oder regulatorische Pufferzone der Finanzbranche – mithilfe von Vermittlung ließen sich nicht nur Frust- und Konfliktpotenzial minimieren, sondern auch Ressourcen und Kosten einsparen. Reportingmaßnahmen als Selbstzweck nutzen letztlich weder den jeweiligen Parteien noch der Gesellschaft.


Der Regulierungshype in der Finanzbranche hat in der letzten Zeit keineswegs abgenommen. Immer wieder kommen neue gesetzliche Vorgaben auf Institutionen wie Banken und Versicherer zu. Die damit verbundene Zielsetzung, durch eine verbesserte Überwachung der Märkte mehr Transparenz zu schaffen, ist grundsätzlich auch nicht schlecht, um das verlorene Vertrauen in die Branche zurückzuholen. Zumal die Regulierungsmaßnahmen  bereits erste Erfolge erzielen konnten: So haben die Kreditinstitute  in Deutschland ihr Eigenkapital in den vergangenen Jahren stetig erhöht und stehen heute deutlich besser da als in der Vergangenheit. Hinzu kommt, dass auch der überwiegende Teil der Finanzwirtschaft selbst verhindern möchte, dass sich die begangenen Fehler wiederholen. Aber das Ziel ist noch lange nicht erreicht – jetzt heißt es sowohl für Regulierer als auch für Regulierte, aus den bisherigen Erfahrungen zu lernen. Es muss ein gemeinsamer Konsens gefunden und das Gelernte für die Zukunft nutzbar gemacht werden.



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