Diese Themen sollten Berater im Blick haben

15.06.2016 | verfasst von Marcel Nickler | Vorsitzender der Geschäftsführung und Leiter der Region DACH | BearingPoint GmbH
Diese Themen sollten Berater im Blick haben

Die grossen thematischen Schwerpunkte im heutigen Beratungsgeschäft sind Nachhaltigkeit, Digitalisierung und Regulierung.


Unternehmen müssen sich intensiv mit der Frage befassen, wie ihr Kerngeschäft in Zukunft betrieben wird, und eine effiziente Digitalstrategie entwickeln. Klassische Ansätze greifen hier nicht. Branchen und Industrien müssen sich neu definieren, um sich gegenüber neuartigen Wettbewerbern und Herausforderungen behaupten zu können. Unternehmen sind gefordert, flexible Geschäftsmodelle zu entwickeln, ihre Prozesse entsprechend zu transformieren und Lösungen zu finden, diese möglichst effizient in bestehende IT-Strukturen zu integrieren.

 

Allerdings gilt es, einen ganzheitlichen Blick zu bewahren. Denn auf der einen Seite wird erwartet, dass Unternehmen bereit sind, neue Wege zu gehen und die vielfältigen Möglichkeiten der Digitalisierung zum Wohl ihrer Kunden und Mitarbeiter effektiv zu nutzen. Auf der anderen Seite nimmt das Misstrauen gegenüber den neuen Technologien und somit der Ruf nach Regulierung deutlich zu. Indem die Digitalwirtschaft ganze Branchen und Sektoren auf den Kopf stellt, sind neue gesetzliche Rahmenbedingungen die logische Konsequenz. In diesem Spannungsfeld können Berater eine Schlüsselrolle einnehmen.

 

Doch auch unabhängig von der Digitalisierung sind bereits nach der weltweiten Finanzkrise Regulierungsmaßnahmen mit erheblichen Auswirkungen beschlossen worden. Alle betroffenen Organisationen müssen sich deshalb intensiv mit Regulierung und deren effizienter Umsetzung auseinandersetzen. Zudem gibt es im ökologischen Bereich einen steigenden Regulierungsdruck, zum Beispiel in Bezug auf den CO2-Ausstoß.

 

Das Thema Nachhaltigkeit hat heute eine erhebliche Bedeutung. Jedes Unternehmen muss sich die Frage stellen, ob sein Geschäftsmodell zukunftsfähig ist. Nachhaltiges Wirtschaften gilt heute in Unternehmen als Kernanforderung für Wachstum und langfristigen Erfolg. Dennoch fehlt es in den meisten Unternehmen an der konsequenten Integration nachhaltiger Ideen in das Geschäftsmodell und an einer konkreten Zielsetzung für ihre nachhaltige strategische Ausrichtung.

 

(Basierend auf einem Interview im Lünendonk–Handbuch Consulting 2016)

facebook twitter linkedin xing
Die neuesten Artikel im BDU-Fachartikelbereich

Anforderungsprofil auf dem Prüfstand: „Unternehmerische Persönlichkeit gesucht“

In immer mehr Stellenanzeigen für Fach- und Führungskräfte taucht in jüngster Zeit vermehrt ein neues Buzzword im   Anforderungsprofil auf. Zunehmend werden Manager und Experten gesucht, die eine „unternehmerische Persönlichkeit“ oder „unternehmerisches Handeln“ mitbringen. Klingt schick – aber was heißt das eigentlich genau? Was erwarten die Firmen wirklich? Wie „unternehmerisch“ soll und darf der Mitarbeiter im Kontext der neuen Stelle tatsächlich handeln?

[07.05.2018 | verfasst von Roland Netter | Vorstand | GKM-recruitment AG]

Braucht es zur Einführung von "New Work" eigentlich Change Management?

[02.05.2018 | verfasst von Hans-Werner Bormann (WSFB-Beratergruppe) | Andrea Maurer-Schlangen (CMMaurer GmbH)| ]

Keine Toleranz bei Wirtschaftskriminalität

Die Große Koalition ("GroKo") verfolgt das Ziel, Wirtschaftskriminalität wirksam zu verfolgen und angemessen zu ahnden. Zur Erreichung dieser Ziele will die GroKo die Unternehmenssanktionen neu regeln.

[09.04.2018 | verfasst von Alexander Wagner | Partner | Baker Tilly]
Service
penzil
Sie sind Mitglied und möchten auch einen Artikel einstellen?
Ich möchte einen eingestellten Artikel löschen.
penzil
Top