Ist Pro-Bono-Beratung wirklich selbstlos?

27.07.2017 | verfasst von Fachverband Öffentlicher Sektor|
Ist Pro-Bono-Beratung wirklich selbstlos?

In jüngerer Zeit häufen sich Berichte, in denen Pro-Bono-Projekte von Beratungsunternehmen im Vordergrund stehen, aber auch kritisch diskutiert werden. Anlass für den BDU und seinen Fachverband Öffentlicher Sektor, sich dieses Themas anzunehmen. Um es vorweg zu nehmen: Der BDU befürwortet grundsätzlich pro bono im Sinne der Wahrnehmung einer gesamtgesellschaftlichen Verantwortung. Im Öffentlichen Sektor sind dabei jedoch viele Regeln zu beachten.


Was ist eigentlich pro bono? Der Begriff leitet sich vom lateinischen „pro bono publico“ ab, was sich mit “zum Wohle der Öffentlichkeit” übersetzen lässt. Pro-bono-Projekte sind demnach Leistungen, die von Consultingunternehmen unentgeltlich und für einen gemeinnützigen Zweck angeboten und durchgeführt werden. Das können zum Beispiel Beratungstätigkeiten für Non-Profit-Organisationen, aber auch – oft gemeinnützige – Institutionen der Öffentlichen Hand sein.

 

Nur: Nicht jedes Projekt, das mit dem Label „pro bono“ versehen wird, ist auch tatsächlich eines. Von pro bono müssen im Consulting nämlich andere, nicht vergütete Beratungsleistungen differenziert werden. So sind insbesondere unentgeltliche Vorleistungen, die mit Blick auf eine erhoffte oder erwartete entgeltliche spätere Beauftragung erfolgen, kein pro bono, sie sind schlicht eine Vertriebsinvestition. Und sollten auch so genannt werden.



Weiterlesen
facebook twitter linkedin xing
Die neuesten Artikel im BDU-Fachartikelbereich

Anforderungsprofil auf dem Prüfstand: „Unternehmerische Persönlichkeit gesucht“

In immer mehr Stellenanzeigen für Fach- und Führungskräfte taucht in jüngster Zeit vermehrt ein neues Buzzword im   Anforderungsprofil auf. Zunehmend werden Manager und Experten gesucht, die eine „unternehmerische Persönlichkeit“ oder „unternehmerisches Handeln“ mitbringen. Klingt schick – aber was heißt das eigentlich genau? Was erwarten die Firmen wirklich? Wie „unternehmerisch“ soll und darf der Mitarbeiter im Kontext der neuen Stelle tatsächlich handeln?

[07.05.2018 | verfasst von Roland Netter | Vorstand | GKM-recruitment AG]

Braucht es zur Einführung von "New Work" eigentlich Change Management?

[02.05.2018 | verfasst von Hans-Werner Bormann (WSFB-Beratergruppe) | Andrea Maurer-Schlangen (CMMaurer GmbH)| ]

Keine Toleranz bei Wirtschaftskriminalität

Die Große Koalition ("GroKo") verfolgt das Ziel, Wirtschaftskriminalität wirksam zu verfolgen und angemessen zu ahnden. Zur Erreichung dieser Ziele will die GroKo die Unternehmenssanktionen neu regeln.

[09.04.2018 | verfasst von Alexander Wagner | Partner | Baker Tilly]
Service
penzil
Sie sind Mitglied und möchten auch einen Artikel einstellen?
Ich möchte einen eingestellten Artikel löschen.
penzil
Top