Erklärungsmodelle für eine komplexere Welt

21.07.2015 | verfasst von Kay O. Manke | Partner | BearingPoint GmbH

Diese Studie diskutiert das Thema Big Data und zeigt auf, was sich wirklich hinter einem viel gescholtenen Begriff verbirgt. Dabei untersucht sie, welches bisher ungenutzte Potenzial Kundendaten beinhalten und wie gerade Handelsunternehmen ihre vorhandene Informationsbasis mittels Big Data-Analytik ausschöpfen können. Der erfolgreichen Nutzung von Big Data stehen jedoch hohe organisationale und technische Voraussetzungen entgegen, die die Umsetzung erschweren. Daher kommt die Studie zu der Einschätzung, dass Big Data kein IT-Thema, sondern vielmehr ein Management- und Organisationsthema darstellt, das in der Lage ist, die Handelslandschaft nachhaltig zu verändern.


Mit Big Data steht ein Thema auf der Agenda vieler Unternehmen, das zurzeit vor allem durch negative Schlagzeilen besticht. Die Kritik an Big Data resultiert insbesondere aus einer fortschreitenden Sensibilisierung der Konsumenten hinsichtlich der Preisgabe und Nutzung personenbezo- gener Daten durch Unternehmen. Als wesentlicher Initiator und Treiber dieser Debatten lässt sich die Spionageaffäre rund um den ehemaligen externen Mitarbeiter der NSA Edward Snowden ausmachen, die Verbrau- cherschützer in ihrer Einschätzung des Themas zumindest vordergründig zu bekräftigen scheint.

 

Auf den zweiten Blick zeigt sich, dass Big Data in Deutschland schlichtweg missverstanden wird. Eine Umfrage des Bundesverbandes für Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien (BITKOM 2013) zeigt, dass 86 Prozent der deutschen Bevölkerung die Bedeutung von Big Data nicht kennt. Seitens der deutschen Unter- nehmen ist Big Data zwar bekannt, dessen Potenzial wird jedoch unterschätzt.  So bewerten zwei Drittel der Unternehmen Big Data lediglich als einen Marketinghype, vor allem getrieben von Anbietern einer neuen Generation von IT-Lösungen zur Handhabung großer Datenmengen.



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