Neuer BDU-Leitfaden zeigt, worauf es bei der Unternehmensbewertung von KMU ankommt

Pressemitteilung

Was ist das eigene Unternehmen wert? Diese Frage gehört zu den zentralen Überlegungen, wenn Unternehmerinnen und Unternehmer eine Nachfolge planen, einen Verkauf vorbereiten oder andere wichtige unternehmerische Entscheidungen treffen. Eine pauschale Antwort gibt es nicht. Mit dem neuen „Leitfaden zur Unternehmensbewertung von kleinen und mittleren Unternehmen (KMU)“ bietet der Bundesverband Deutscher Unternehmensberatungen (BDU) e. V. eine praxisorientierte Einführung in die Grundlagen der Unternehmensbewertung. Herausgeber ist der BDU-Fachverband Unternehmensnachfolge.

„Es gibt nicht den einen Unternehmenswert“, betonen Stefan Butz, Vorstandsmitglied des BDU-Fachverbands Unternehmensnachfolge, und Christoph Butz, Mitglied des Fachverbands Unternehmensnachfolge, in dem gemeinsam verfassten Leitfaden. Eine fundierte Unternehmensbewertung müsse stets den konkreten Bewertungsanlass und die individuellen Gegebenheiten des Unternehmens berücksichtigen. Gerade bei kleinen und mittleren Unternehmen erforderten Besonderheiten wie die starke Prägung durch den Inhaber, Abhängigkeiten von Schlüsselpersonen sowie spezifische wirtschaftliche Rahmenbedingungen eine sorgfältige Auswahl und Anwendung geeigneter Bewertungsmethoden.

Unternehmenswerte fundiert ermitteln und nachvollziehbar einordnen
Der Leitfaden erläutert, welche Vorarbeiten für eine fundierte Bewertung notwendig sind, welche Faktoren den Unternehmenswert beeinflussen und welche Bewertungsmethoden in der Praxis häufig zum Einsatz kommen. Zudem greift er typische Herausforderungen auf, mit denen KMU im Bewertungsprozess konfrontiert sind.

Der Nutzen geht dabei über Unternehmensnachfolge und Verkauf hinaus: Auch bei familien- und erbrechtlichen Fragestellungen sowie in anderen Verhandlungs- und Entscheidungssituationen kann eine belastbare Bewertung wesentlich dazu beitragen, unterschiedliche Interessen sachlich zu berücksichtigen. Je nach Anlass sind dabei auch rechtliche Vorgaben, etwa aus dem Bewertungsgesetz, einzubeziehen.

Der Leitfaden vermittelt Grundlagen und Orientierung, ersetzt jedoch keine individuelle Bewertung. Da jedes Unternehmen eigene Voraussetzungen mitbringt, kann die Einbindung erfahrener Expertinnen und Experten entscheidend sein, um die jeweilige Situation angemessen zu beurteilen und tragfähige Lösungen zu entwickeln.

Fachverband Unternehmensnachfolge: bundesweites Netzwerk aus qualitätsgeprüften Beraterinnen und Beratern
Die Mitglieder des BDU-Fachverbands Unternehmensnachfolge begleiten Unternehmen bei der Planung und Gestaltung ihrer Nachfolge sowie Menschen, die ein Unternehmen übernehmen möchten. Ihre Expertise umfasst sowohl die Unternehmensnachfolge als auch das M&A-Geschäft. Auf Basis gemeinsamer Qualitätsstandards und eines bundesweiten Netzwerks entwickeln sie individuelle Lösungen für die komplexen Herausforderungen dieses wichtigen Übergangs im Lebenszyklus eines Unternehmens. Verlässlichkeit, Transparenz und Menschlichkeit bilden dabei zentrale Leitlinien ihrer Arbeit.

 

Über den BDU

Der Bundesverband Deutscher Unternehmensberatungen (BDU) e. V. ist der Wirtschafts- und Berufsverband der Consultingwirtschaft in Deutschland, in der über 243.000 Menschen beschäftigt sind und rund 49 Mrd. € umgesetzt werden. Er vertritt die Interessen der bundesweit mehr als 25.750 Unternehmensberatungen. Mit Qualitätsinitiativen, Leitfäden und Empfehlungen trägt er zur Weiterentwicklung der Beratungsdienstleistung bei. Seine Publikationen bieten Beratenden und ihren Kunden Orientierung an anerkannten Best Practices und aktuellen Standards der Unternehmensberatung.

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Carsten Becher
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