BDU NACHHALTIGKEITSINITIATIVE #Verbandswald

 

Die Mitgliedsunternehmen des BDU sind sich nicht nur ihrer unternehmerischen, sondern auch ihrer ökologischen und sozialen Verantwortung bewusst und stellen sich dieser. Und das nicht erst seit sich in einer BDU-Befragung unter consultingaffinen Studierenden im Jahr 2019 herausstellte, dass weit mehr als die Hälfte der Befragten eine nachhaltige Unternehmenspolitik von ihrem späteren Arbeitgeber erwartet.

 

Als Verbandsinitiative forsten wir in Kooperation mit der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald (SDW) einen heimischen Wald bei Kaiserslautern auf. Die Bäume binden beim Wachstum Kohlendioxid und tragen so langfristig zum Klimaschutz bei. Darüber hinaus erfüllt das Ökosystem Wald weitere wichtige Funktionen.

Anlass der Initiative

„Wir brauchen gesunde und klimastabile Wälder. Die Waldzustandserhebung 2020 sowie die ersten Berichte aus 2021 zeigen: Die Wälder sind in einem besorgniserregenden Zustand" - SDW-Bundesgeschäftsführer Christoph Rullmann

Auch Auftraggeber aus der Wirtschaft, vor allem aus Industrie und Konzernen, verlangen den Nachweis klimafreundlicher Unternehmensführung und Leistungserbringung als ein Entscheidungskriterium für den Einkauf wissensbasierter Dienstleistungen.

Die Schutzgemeinschaft Deutscher Wald wurde am 5. Dezember 1947 in Bad Honnef gegründet und ist damit eine der ältesten deutschen Umweltschutzorganisationen. Heute sind in 15 Landesverbänden rund 25.000 aktive Mitglieder organisiert. Sie will Menschen für den Wald begeistern, indem sie waldpädagogische Projekte umsetzt und deutschlandweit Baumpflanzungen durchführt.

 

Die SDW ist ein gesetzlich anerkannter Naturschutzverband und darf deshalb in allen Planungen mitwirken, die Wald und Natur beeinflussen. Eine weitere Aufgabe ist die konstruktive Mitarbeit zum Wohl des Waldes in vielen wichtigen Gremien, so Naturschutz- , Landschaftsschutz- und Jagdbeiräten.

Teilnehmende BDU-Mitglieder

Häufig gestellte Fragen - FAQ

Wer wird denn der Eigentümer des Waldes? Gehört der Wald dann dem BDU?

 

Wir werden eine kommunale Fläche aufforsten (Körperschaftswald), sodass der Wald einer Kommune gehören wird. Er wird also nicht privatisiert, sondern bleibt im kommunalen Besitz.

 

Wie wird langfristig sichergestellt, dass es auch der BDU-Wald bleibt?

 

Hat der BDU zumindest die Entscheidungshoheit, was mit dem Wald geschieht? Die Entscheidungshoheit hat die Kommune, welche aber an Bundes- und Landeswald- gesetze gebunden ist. Dadurch wird ein langfristiger Bestandsschutz gewährleistet. Z.B. sieht § 9 des Bundeswaldgesetzes vor: „(1) Wald darf nur mit Genehmigung der nach Landesrecht zuständigen Behörde gerodet und in eine andere Nutzungsart umgewandelt werden (Umwandlung).

 

Bei der Entscheidung über einen Umwandlungsantrag sind die Rechte, Pflichten und wirtschaftlichen Interessen des Waldbesitzers sowie die Belange der Allgemeinheit gegeneinander und untereinander abzuwägen.“ Bei der Auswahl achten wir zusätzlich darauf, dass es hier nicht um ein kurzfristiges Projekt geht, sondern der Wald auch nachhaltig wachsen kann und vielfältige Funktionen erfüllt.

 

Wer übernimmt die Pflege/Unterhaltung und wer trägt die Kosten?

 

Dies wird die entsprechende Gemeinde übernehmen. Gleiches gilt für die Verkehrssicherheit für die angedachte Sitzgelegenheit.

 

Wo wird der Wald gepflanzt?

 

Der Wald wird in Mehlingen gepflanzt, einem charmanten Dorf bei Kaiserslautern. So manchem naturliebenden und wanderbegeisterten Menschen wird Mehlingen nicht unbekannt sein, denn die Ortschaft ist durch das Natur- und Vogelschutzgebiet "Mehlinger (Baalborner) Heide" bekannt. Dabei handelt es sich um die größte zusammenhängende Heidefläche Süddeutschlands. Der BDU-Verbandswald soll ein Ort des Erlebens werden, der sich optimal mit einer  Erkundung der auch historisch sehr interessanten Region verbinden lässt.

 

Welche Art von Wald ist geplant - bewirtschafteter Wald oder eher ein Bannwald?

 

Angestrebt wird eine Waldnutzung, die Forstwirtschaft und Naturschutz im Wald verbindet – man nennt dies integrativer Ansatz. Im Sinne eines klimastabilen Mischwalds sollen vor allem Eichen (Mischung aus Trauben- und Stieleiche) sowie seltene, widerstandsfähige Baumarten gepflanzt werden, die gut mit den veränderten Klimabedingungen zurechtkommen. Angedacht sind: Elsbeere, Winterlinde, Hainbuche, Baumhasel und Edelkastanie. Als Nadelbaumarten sind Eibe und Atlaszeder gut vorstellbar. In den Waldrandbereichen werden unterschiedliche Baum- und Straucharten gepflanzt u.a. Mehlbeere, Mispel, Eberesche, Feldahorn, Waldhasel, Pfaffenhütchen, Berberitze, Sanddorn. Gerade die im Waldrand verwendeten Baum- und Straucharten bieten Insekten und Wildtieren ein reichhaltiges Nahrungsangebot. Mit Ausnahme der Eiche sind alle Baumarten auch als Bienennährgehölze geeignet.

 

Ist der Beitrag als CO2-Kompensation anrechenbar?

 

Nein, da jeglicher Waldbestand in Deutschland in die nationale Treibhausgasbilanz einfließt, wodurch jegliche weitere Anrechnung ausgeschlossen wird. Bei dem Projekt, zählt das beratungs- übergreifende, solidarische Element.

 

Wie groß sind die Bäume zum Pflanzzeitpunkt?

Die Bäume sind zum Pflanzzeitpunkt 50 bis 80 cm groß und haben schon vier Jahre in der Forstbaumschule verbracht. Dort wurden sie ein Jahr als Topfpflanze und anschließend drei Jahre in einem Beet kultiviert. Zum Schutz wird die neue Waldfläche zunächst umzäunt.​

 

 

 

 

Ihre Ansprechpartnerin in der BDU-Geschäftsstelle

Haben Sie Fragen oder Anmerkungen rund um den BDU-Verbandswald? Stefanie Reinartz steht Ihnen gerne zur Verfügung.

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