Unternehmensberatung

Unternehmensberatung ist einer der freiesten Berufe, die es gibt. So ist der Zugang zum Beruf völlig frei, jede und jeder, der sich dazu berufen fühlt, kann Beratung anbieten. Neben Qualitätsstandards und Berufsgrundsätzen hat es sich der BDU zur Aufgabe gemacht Beratungsleistung zu definieren.

 

 

Definition Unternehmensberatung

Unternehmensberatung ist eine professionelle Tätigkeit zur externen und unabhängigen Analyse und Bewertung von Problemen des Auftraggebers, Erarbeitung von individuellen Lösungen sowie projektbezogener Begleitung der Umsetzung, mit dem Ziel, Werte zu schaffen sowie notwendige Veränderungen beim Auftraggeber zu fördern. Sie beruht auf einer vertraglichen Grundlage zwischen Auftraggeber und Beratungsunternehmen.

 

 

Spezialisierungen von Unternehmensberatungen

Das Spektrum an Beratungsleistungen ist sehr vielfältig daher haben sich die meisten Consultingfirmen auf einen oder wenige Felder spezialisiert. Dazu gehören bspw.:

 

Gründungsberatung

Prozessberatung

Organisationsberatung

Strategieberatung

Nachfolgeberatung

Sanierungsberatung

 

Neben den Beratungsfeldern und Tätigkeitsbereichen sind Unternehmensberatungen häufig nach verschiedenen  Kundenbranchen einzuordnen wie bspw.:

 

Konsumgüterindustrie (u.a. Ernährungsgewerbe und Tabakverarbeitung, Textil- und Bekleidungsgewerbe, Papier-, Verlags- und Druckgewerbe, Herstellung von Möbeln, Schmuck und Spielwaren)

 

Fahrzeugbau (u.a. Herstellung von Kfz und Fahrzeugteilen, Schiffbau, Luft- und Raumfahrzeugbau)

 

Maschinenbau (u.a. Herstellung von Maschinen für die Erzeugung und Nutzung von mechanischer Energie, von land- und forstwirtschaftlichen Maschinen oder Werkzeugmaschinen)

 

Finanzdienstleister (u.a. Kreditgewerbe, Versicherungsgewerbe sowie mit dem Kredit- und Versicherungsgewerbe verbundene Tätigkeiten)

 

 

 

Geschichte von Unternehmensberatung

 

Erste Consultants in Deutschland

Mit dem Aufkommen der Rationalisierungsbewegung, die sich auf die Theorien Frederick W. Taylors (1856-1915) stützt, sind spätestens Ende der 20er Jahre beratende Ingenieure und Organisationsberater in Deutschland tätig. Die damals einzige Frau unter den BDU-Mitgliedern der ersten Stunde, Irene M. Witte (1894-1976), gehörte in dieser Zeit zu den engagiertesten Publizistinnen der deutschen Rationalisierungsdiskussion. Viele der deutschen Beratungspioniere waren akademische Schüler der wissenschaftlichen Betriebsführung in Berlin. Ratsuchende Unternehmen wendeten sich direkt an den Lehrstuhl. 

 

Im Vordergrund der Beratung standen produktionstechnische Fragen, Betriebsorganisation, Kostenrechnung und -planung. Zu den ältesten dokumentierten Beratungsunternehmen zählen z. B. die Renta GmbH, das Michel-Institut, das Ingenieurbüro Kienzle und Koch und das Büro für industrielle Planung Prof. Rambuschek – Dr. Orenstein.

 

 

Auch Personalberatungen hat es damals schon gegeben – wenn auch nur sehr vereinzelt. So stammt die Meyer-Mark GmbH aus dem Jahr 1923. Hans Meyer-Mark (verst. 1958) begann, für Großunternehmen spezielle Führungskräfte zu suchen und steht in den 50er Jahren in Kontakt mit den Gründern des BDU

 

Gründung des „Bundes Deutscher Unternehmensberater“

 

27. Februar 1954 

Zehn Berater aus dem bisherigen „Klub R“ gründeten in Frankfurt am Main den „Bund Deutscher Unternehmensberater “ als eingetragenen Verein. (Amtsgericht Frankfurt a.M.,Vereinsregister Nr. 4963)

 

Der Bund soll den Berufsstand, das Ansehen und das Berufsethos der in der Praxis bewährten Unternehmensberater sichern und fördern. Besonderheiten der Satzung offenbaren das ethische Selbstverständnis: Ein Ehrenrat wacht über die Berufsehre und Pflichterfüllung der Mitglieder. Der Aufnahmeausschuss wickelt das strenge Aufnahmeverfahren ab, das alle ordentlichen Mitglieder zu durchlaufen haben. Es geht um Klasse nicht Masse.

 

Dr. Carl Weicken wird erster Vorsitzender des BDU. Dr. Werner von Schütz wird zum Ehrenvorsitzenden ernannt. Die Geschäfte des Verbands führt der jeweilige Vorsitzende an seinem Firmenstandort – also zunächst Köln.

 

 

Grundsätze und Qualität in der Unternehmensberatung

Um die Qualität von Consultingleistungen sicherzustellen hat der BDU Berufsgrundsätze sowie Qualitätsstandards entworfen. 

Alle Information zum Thema Qualität im Consulting

 

 

Berufsbild von Unternehmensberatern

Im Prinzip kann sich jeder in Deutschland als Unternehmensberater bezeichnen, welcher für ein Unternehmen tätig ist. Der BDU orientiert sich grundlegend als die klassischen Bereiche der Betriebs- und Volkswirtschaftslehre und der dazu ergangenen Rechtsprechung. 

 

Erhalten Sie hier einen Überblick zu

Aufgaben als Consultant

Gehalt im Consulting

Bewerbungstipps im Consulting

 

 

Arbeitgeberkodex im Consulting

Als Branchenverband der Deutschen Consultingwirtschaft engagieren wir uns nicht nur für die Sicherstellung des hohen Qualitätsniveaus unserer Mitgliedsunternehmen, sondern auch für die Attraktivität des Beraterberufs:

 

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