Droht der Digitalwirtschaft eine Regulierungsbremse?

01.09.2015 | verfasst von Marcel Nickler | Vorsitzender der Geschäftsführung und Leiter der Region DACH | BearingPoint GmbH

Im Spannungsfeld zwischen grenzenloser Freiheit, wirtschaftlichem Nutzen und gesellschaftlicher Verantwortung steuert der Megatrend Digitalisierung auf einen Wendepunkt zu. Eine Regulierungswelle würde den Markt neu ordnen. Welche Akteure wären betroffen?



Der Megatrend Digitalisierung verändert Gesellschaft und Wirtschaft in raschem Tempo. Analoge Geschäftsmodelle werden digital transformiert und stellen ganze Branchen auf den Kopf. Innovationen, Effizienz und Flexibilität sind die Schlagworte, mit denen sowohl die Privatwirtschaft als auch der öffentliche Sektor den digitalen Siegeszug feiern. Doch die digitale Ära birgt bekanntlich neben Chancen auch Risiken. Negativszenarien reichen vom Missbrauch geistigen Eigentums über den Missbrauch von Patientendaten und digitale Bankräuber bis hin zu Hackern, die im digitalen Energienetz Kraftwerke lahmlegen, oder Cyber‐Terroristen, die öffentliche Institutionen angreifen, wie jüngst beim Deutschen Bundestag geschehen.

 

Bezeichnend ist, dass sich die NATO bereits auf Cyberattacken auf Mitgliedsstaaten vorbereitet ‐ im Rahmen der kollektiven Verteidigung behält sie sich vor, dass ein derartiges ‚digitales’ Ereignis als Bündnisfall gewertet wird. Der Gesetzgeber ist nun am Zug und muss sensible Bereiche wie zum Beispiel den Umgang mit Daten regulierend gestalten. Ein Balanceakt. Denn es gilt, die Interessen von Unternehmen mit denen von Verbrauchern und der Gesellschaft insgesamt in ein sinnvolles Verhältnis zu bringen. Wird Regulierung hier zum Hemmnis, kommt der digitale Fortschritt zum Stillstand.



Weiterlesen
facebook twitter linkedin xing
Die neuesten Artikel im BDU-Fachartikelbereich

Hey Siri, besetze mir die offene Position. Jetzt!

Wenn Unternehmen in Zukunft eine neue Fach- oder Führungskraft suchen, könnte das Prozedere bald so vonstattengehen: Hey Search Siri, besetze mir die offene Position.

[24.05.2019 | verfasst von Stephan Grabmeier | Chief Innovation Officer | Kienbaum]

Das Managen von Ambidextrie im Zeitalter digitaler Transformationen

Viele Organisationen sehen sich heute mit umfassenden und notwendigen Anpassungs-bedarfen konfrontiert. In diesem Zusammenhang ist häufig von Digitalisierung, Paradigmenwechseln und Disruption die Rede. Auch der Begriff Ambidextrie – übersetzt „Beidhändigkeit“ - ist immer öfter zu hören. Was versteht man unter Ambidextrie?

[14.05.2019 | verfasst von Hans-Werner Bormann | Geschäftsführender Gesellschafter | WSFB Beratergruppe]

Praxisbeispiel für eine erfolgreiche Unternehmensnachfolge im Handwerk

Gerade für kleinere Firmen im Handwerk wird die Unternehmensnachfolge zu einer immer größeren Herausforderung. Das Praxisbeispiel zeigt die Hürden auf. Der BDU und die WirtschaftsWoche zeichneten dieses Praxisbeispiel eines erfolgreichen Unternehmensverkaufs im Rahmen des bundesweiten Wettbewerbs Best of Consulting aus.

[08.05.2019 | verfasst von Ingo Claus | Partner | K.E.R.N. - die Nachfolgespezialisten]
Service
penzil
Sie sind Mitglied und möchten auch einen Artikel einstellen?
Ich möchte einen eingestellten Artikel löschen.
penzil
Top