SEO: Do´s & Don´ts für ein besseres Ranking Ihrer Website


„Berater Düsseldorf“ oder „Organisationsberatung München“ – so starten beratungsinteressierte Kunden häufig ihre Suche nach einem passenden Experten, wenn sie Google oder andere Suchmaschinen dafür nutzen. Daher ist es für die Neukunden-Akquise von Consultants von zentraler Bedeutung, dass ihre Website bei Online-Suchabfragen gut gefunden wird. Ein Werkzeug dazu ist die „Search Engine Optimization“ - kurz SEO. Diese umfasst alle Maßnahmen, die dazu dienen, die Sichtbarkeit von Websites in den Suchmaschinen zu erhöhen. Das Ziel dabei: Einen möglichst hohen Rang in den unbezahlten Suchergebnissen zu erlangen.

Die drei wichtigsten Gründe, warum sich SEO-Maßnahmen auszahlen

  • SEO sorgt dafür, dass potenzielle Kunden auf Ihre Website und Ihr Beratungsangebot aufmerksam werden.
  • Langfristig sorgt SEO dafür, dass Ihre Website auch dann noch gut rankt, wenn Sie kein hohes monatliches Budget in Werbemaßnahmen investieren.
  • SEO stärkt die Bekanntheit Ihrer Unternehmensmarke. Eine Website, die unter den ersten zehn Suchergebnissen gelistet wird, erhält viele Impressions (Ansichten) und das stärkt das Vertrauen in Website und Marke zugleich. Zudem wird Ihr Markenname nun automatisch mit einem zentralen Keyword in Verbindung gebracht.

 

Hier finden Sie einige Tipps, was Sie bei Ihren SEO-Maßnahmen im Blick behalten sollten: 

 

 

Fünf DO‘S

1. Definieren Sie passende Keywords
Keywords bilden das Herzstück der Suchmaschinenoptimierung. Mit ihnen wird bestimmt, über welche Begriffe eine Website in Suchmaschinen wie Google & Co. gefunden werden soll. Definieren Sie -ausgehend von Ihren Leistungen und Zielkunden - die Suchbegriffe, auf die Sie Ihre Website optimieren möchten. Erstellen Sie eine Liste aller möglichen Begriffe und Wortkombinationen, mit denen Ihre Zielkunden nach Ihren Leistungen suchen könnten. Dabei unterstützen Sie Plattformen und Tools wie keywordtool.io und sistrix.com.

 

Achtung: Setzen Sie Keywords mit Augenmaß ein! Sogenanntes „Keyword Stuffing“ (übermäßiges Verwenden bestimmter Begriffe) wird von Google nicht gern gesehen und als Spam interpretiert – so riskieren Sie eine Abstrafung. Bauen Sie gezielt relevante Keywords ein, um Ihren Webauftritt für die Besucher seriös und lesbar zu gestalten.

2. Optimieren Sie die Metadaten
Bei Metadaten handelt es sich um Angaben zur Informationsquelle, damit diese leichter von den Crawlern gefunden wird.  Zu den üblichen Metadaten gehören Angaben wie Autor, Titel, Datum der Veröffentlichung, eine kurze Beschreibung, etc. .Nach erfolgreicher Keywordanalyse müssen die Metadaten der jeweiligen Webseiten sorgfältig bearbeitet werden. Wenn Sie kein eigenes Content Management System haben, sprechen Sie Ihren Dienstleister darauf an. Hier ein Beispiel, wie Metadaten aussehen können und worauf zu achten ist:


Title (Titel, der im Seiten-Tab steht):
Unternehmensberatung in Frankfurt, Unternehmensberater Name XY
(Länge max. 55 Zeichen mit Leerzeichen)

Description (Kurzbeschreibung):
Unternehmensberatung XY in Frankfurt, Unternehmensberater XY aus Frankfurt erklärt die Beratungsansätze des Consultings
(Beschreibung in einem komprimierten Satz, max. 139 Zeichen inkl. Leerzeichen).

Keywords (relevante Begriffe):
Unternehmensberatung, Unternehmensberater, Consulting, Regensburg, Management Consulting, IT Consulting

H1 Text (Überschrift):
Unternehmensberatung XY in Frankfurt ...

3. Nutzen Sie die Google Search Console
In der Google Webmaster Hilfe finden Sie Videos und eine ausführliche Beschreibung für SEO. Hier wird verständlich erklärt, wie Sie Ihre Website für die Google-Indexierung gestalten können. Und das Tool ist auch für Einsteiger sehr einfach zu bedienen. Einfach durchklicken. Ignorieren Sie die Google Webmaster Richtlinien, denn die hier enthaltenen Inhalte werden Sie nicht brauchen, um erfolgreicher im Internet gefunden zu werden.

Unser Tipp: Besuchen Sie die monatliche Google Webmaster Sprechstunde (deutsch und englisch) (https://plus.google.com/+GoogleWebmasters/posts/hwoYiy3ePTy)

4. Betreiben Sie Linkbuilding
Google rankt Websites, auf die zahlreiche Links verweisen, höher. Weil die Suchmaschine - vereinfacht formuliert - unterstellt, dass eine Website umso bedeutender ist, je mehr Links auf sie verweisen. Um Top-Ergebnisse beim Ranking zu erzielen, empfiehlt es sich daher, gezielt Links, also Verweise auf Ihre Website aufzubauen. Veröffentlichen Sie zum Beispiel Fachartikel, Pressemitteilungen und weitere Inhalte in Kanälen wie Xing, LinkedIn, Facebook, Twitter etc., damit über Ihren Content im Netz wertige Links auf Ihre Website entstehen.

 

Unser Tipp: Linkbuilding besteht aus Geben und Nehmen. Ein eigener Bereich auf Ihrer Website zum Thema, "Mitgliedschaft" "Kooperationen" oder "Qualität" kann die Vertrauenswürdigkeit steigern. Eine mögliche Variante für BDU-Mitglieder ist die Verlinkung des BDU-Logos. Hier finden Sie Beispiel für eine gelungene LinkpartnerschaftIm Gegenzug verlinkt der BDU z. B. die Fachartikel seiner Mitglieder mit den dazugehörigen Autoren und deren Website.


5. Ihre Inhalte sind wichtig - Content ist King
Google und auch alle anderen Suchmaschinen möchten ihre Nutzer mit hochwertigen Inhalten versorgen. Die Qualität Ihrer Inhalte spielt also eine wichtige Rolle, wenn Sie gefunden werden wollen. Auch die User lieben Informationen, die ihnen weiterhelfen und das Leben leichter machen. Bleiben Sie klar in Ihrer Aussage und vermischen Sie nicht mehrere Themen miteinander. So bauen Sie eine gute Verbindung zu ihren Lesern auf und motivieren diese, Ihre Inhalte zu teilen oder zu verlinken. Mit Ihrem Content können Sie Ihre Expertise in die Welt hinaus tragen.

 

 

 

Fünf DON‘TS

1. Duplicate Content
Doppelte Inhalte entstehen, wenn der gleiche Content unter verschiedenen URLs erreichbar ist. Das ist deshalb problematisch, weil Suchmaschinen sich bei gleichen Inhalten und verschiedenen URLs entscheiden müssen. Im schlimmsten Fall wird nur eine Webseite ranken und die "doppelten" werden einfach nicht berücksichtigt.

 

Unser Tipp: Lassen Sie einen 301-redirect (permanente Weiterleitung) einrichten, wenn z.B. die Website mit und ohne www. erreichbar ist.

2. Fehler bei der internen Verlinkung
Die interne Verlinkung der Website trägt maßgeblich dazu bei, wie gut sich Nutzer zurechtfinden. Zugleich unterstützt sie den Googlebot beim Crawling und beim Ermitteln der thematischen Relevanz von Unterseiten.

Häufige Fehler bei der internen Verlinkung sind:

  • unterschiedliche Linktexte für ein Linkziel
  • Links auf nicht mehr vorhandene Ziele
  • zu viele interne Links


Unser Tipp: Achten Sie darauf, dass Sie von einer Seite nur einmal auf eine weitere Unterseite verlinken. Denn bei der internen Verlinkung wird der Linkjuice auf alle vorhandenen Links aufgeteilt. Je weniger interne Links Sie verwenden, desto mehr Linkkraft geht auf die Unterseiten über.

3. Lange Ladezeiten
Niemand wartet gerne lang, bis eine Website und deren Inhalte vollständig geladen sind. Mit einer hohen Ladezeit steigt somit das Risiko, dass Besucher von Ihrer Site schnell wieder abspringen. Behalten Sie deshalb stets die Geschwindigkeit Ihres Webauftrittes („Pagespeed“) im Auge. Achten Sie zum Beispiel darauf, dass der Quellcode für die betreffende Seite kurz und knapp gehalten ist, indem Sie JavaScript- und CSS-Dateien minimieren.

 

Unser Tipp: Oftmals verursachen zu große Bilder eine hohe Ladezeit. Speichern Sie Bilder, die Sie auf Ihrer Website verwenden wollen, in einem geeigneten Format ab, um die Ladezeit zu reduzieren – beispielsweise als JPEG mit höherer Kompression. Für einen ersten Check empfiehlt sich das PageSpeed Tool von Google: https://developers.google.com/speed/pagespeed/insights/

4. Fehlende Sitemap
Eine Sitemap.xml ist eine Datei, die in maschinenlesbarer Form alle URLs Ihrer Website auflistet. Es handelt sich somit um eine Art komplettes Inhaltsverzeichnis. Diese Datei kann in der Google Search Console oder in den BING Tools für Webmaster hochgeladen werden und das Crawling der Suchmaschinen unterstützen. So können Sie mit Ihrer Sitemap.xml dafür sorgen, dass Crawler über neue oder veränderte URLs der Domain informiert werden.

 

5. Fehlende oder schlecht umgesetzte mobile Optimierung
Die Nutzung mobiler Endgeräte steigt an und damit auch ihr Anteil am Suchmaschinentraffic. Deshalb sollte Ihre Website für solche Geräte optimiert und benutzerfreundlich gestaltet sein. Durch Responsive Design stellen Sie sicher, dass Ihre Website den Kriterien der mobilen Optimierung entspricht, um Ihre Besucher zufrieden stellen zu können.

 

Zum Thema SEO-Optimierung für Berater-Websites will der BDU noch in diesem Jahr einen Workshop in der Geschäftsstelle in Bonn anbieten. Der Termin steht noch nicht fest. Wenn Sie eine Einladung dazu erhalten möchten, können Sie sich unverbindlich auf die Interessentenliste setzen lassen. Senden Sie bitte eine E-Mail mit dem Stichwort "SEO-Workshop" an Ulrike Hauschild: mailto:hau@bdu.de 

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Prof. Dr. h.c. Roland Berger ist der Grandseigneur der deutschen Beratung und Ehrenmitglied des BDU und mit fast 80 Jahren ein Zeitzeuge und aufmerksamer Beobachter von Wirtschaft, Gesellschaft und Politik. Mit BDU-Präsident Ralf Strehlau sprach er unter anderem über die Veränderungen und Trends in der Beratungsbranche und der deutschen Wirtschaft.

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