BDU-Vergütungsstudie: Sichere Arbeitsplätze und attraktive Gehaltskonditionen im Consulting trotz Corona


Mitarbeitende im Consulting können für das Jahr 2022 mit einem Anstieg der Festgehälter um durchschnittlich vier Prozent rechnen. Bei größeren Beratungsunternehmen fällt diese Erhöhung in den einzelnen Hierarchieebenen noch um ein bis zwei Prozent höher aus. 2021 hat das Bruttofestgehalt um durchschnittlich 1,8 Prozent zugelegt. 

Das sind Ergebnisse der BDU-Studie Vergütung in der Unternehmensberatung 2021 mit Daten zur Entwicklung in den Jahren 2020 und 2021 sowie einer ergänzend durchgeführten Blitzumfrage zu den Planungen für das kommende Jahr. Die Studienergebnisse zeigen, dass die Consultingfirmen ihren Mitarbeitenden auch während der beiden Corona-Geschäftsjahre sichere Arbeitsplätze mit attraktiven Gehaltskonditionen bieten konnten. Die trotz aller Pandemie-Herausforderungen gute Geschäftslage in der Branche, ermöglicht es vielen Unternehmensberatungen, die traditionell bereits guten Verdienstmöglichkeiten der Mitarbeitenden weiter zu verbessern.

 

Senior-Consultants mit zwei bis drei Jahren Berufserfahrung im Consulting können mit einem Festgehalt von durchschnittlich 70.000 Euro rechnen. Auf Partnerlevel steigt das Festgehalt auf 160.000 Euro im Durchschnitt. Einsteigerinnen und Einsteiger mit Bachelor-Abschluss konnten 2021 ein durchschnittliches jährliches Brutto-Festgehalt von rund 49.000 Euro erzielen. Studierende mit einem Masterabschluss kommen beim Karrierestart auf ein Einstiegsgehalt ohne Boni von rund 55.000 Euro. Dies entspricht einem Plus von 2,3 Prozent bzw. 1,8 Prozent zu 2020. Im Vergleich: 2017 hatten diese Werte noch bei rund 6.000 Euro beziehungsweise 4.000 Euro unter dem aktuellen Niveau gelegen.

 

Inklusive Bonuszahlungen und Nebenleistungen kommen Berufseinsteiger im Consulting mit Bachelor-Abschluss auf ein Gesamteinkommen von 58.000 Euro, Master-Absolventen auf 69.000 Euro. Auch 2022 werden Berufseinsteiger vom Kampf um die besten Talente profitieren. Laut Blitzumfrage soll das Einstiegsgehalt 2022 um durchschnittlich vier Prozent steigen. Bei einem Berufseinstieg bei größeren Consultingunternehmen ist sogar ein Plus von sechs Prozent möglich. 


Bonuszahlungen trotz Corona-Pandemie weit verbreitet

Trotz des auch für viele Consultingunternehmen wirtschaftlich herausfordernden Jahres 2020 haben 85 Prozent der dort tätigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter eine Bonuszahlung erhalten. Mit 77 Prozent lag der Anteil der Berufseinsteigerinnen und Berufseinsteiger dabei nicht deutlich unter dem Gesamtdurchschnitt über alle Hierarchieebenen. Die Bonuszahlungen lagen bei größeren Beratungsunternehmen im Durchschnitt um 15.000 Euro über den von kleineren Marktteilnehmern gezahlten Boni. Auf Managementebene ist der Bonus zumeist an das erzielte Unternehmensergebnis bzw. der Umsatzentwicklung, den eigenen Vertriebserfolg und den erwirtschafteten Deckungsbeitrag gekoppelt. Bei Nachwuchskräften orientiert sich die zusätzliche Gehaltskomponente stärker an der eigenen Auslastung, dem Unternehmensergebnis sowie der Übernahme von Sonderaufgaben.

Größere Consultingfirmen zahlen ihren Führungskräften merklich höhere Gehälter

Größere Consultingfirmen mit über 75 Millionen Euro Umsatz zahlen ihren Mitarbeitenden auf den ersten drei Führungsebenen im Durchschnitt ein um 53 Prozent höheres Grundgehalt als kleinere  Unternehmensberatungen in der Größenklasse 600.000 bis 2,5 Millionen Euro. Der Unterschied fällt bei Berufseinsteigern und Consultants mit maximal vier bis fünf Jahren Berufserfahrung im Consulting mit einem Plus von 12 Prozent deutlich geringer aus.

 

Studie liefert umfangreiche Daten zur Entwicklung bei Gesamtvergütung, Brutto-Festgehältern sowie Bonuszahlungen


Im Befragungszeitraum Juni bis August 2021 haben insgesamt 129 mittelgroße und große Marktteilnehmer aus der gesamten Unternehmensberatungsbranche an der Studienbefragung teilgenommen. Dabei wurden Kennzahlen zu Grundgehältern, Boni und Nebenleistungen für verschiedene Hierarchielevel, Beratungsschwerpunkte sowie Größenklassen erhoben. Die Daten beziehen sich auf die Geschäftsjahre 2020 und 2021 und beleuchten somit den Einfluss der Corona-Pandemie auf die Vergütungsstrukturen im Consulting. Die ergänzende Blitzumfrage zu den Gehälter-Planungen für das Jahr 2022 hat der BDU im Oktober/November 2021 unter 70 vorwiegend mittelgroßen und großen Unternehmensberatungen durchgeführt.

 

Weitere Informationen zur Vergütungsstudie 2021 hier

Alle artikel dieser ausgabe

Klaus-Jürgen Philipp, Geschäftsführer von Haus Rabenhorst sprach mit BDU-Präsident Ralf Strehlau über die Bedeutung von Nachhaltigkeit für eine Premiummarke und wie sich Haus Rabenhorst in Zeiten starker Veränderungen aufstellt. 

Immer wieder gibt es Berichte über unhaltbare Zustände für Beschäftigte in Kleidungsfabriken in Asien oder die Nichteinhaltung von Umweltstandards bei Produktionsstätten rund um den Globus. Um hier gegenzusteuern hat der Bundestag im Sommer das sogenannte Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz (LkSG) beschlossen. Es tritt am 1.1.2023 in Kraft und verpflichtet Unternehmen in Deutschland mit mehr als 3.000 Mitarbeitenden (ab 1.1.2024 schon ab 1.000) bei ihren Lieferketten auf den Schutz der Menschenrechte und der Umwelt zu achten.

Top