Warum Unternehmensgründung trotz Corona sinnvoll ist – oder gerade deswegen

verfasst von Michael Hofnagel | Partner | Pericon Unternehmensberatung

Über alle Branchen hinweg hat die Corona-Pandemie für große Unruhe und Unsicherheit gesorgt, was sich negativ auf die Zahl der Unternehmensgründungen in Deutschland auswirkt. Viele potenzielle Unternehmensgründer/innen scheuen in unbeständigen Zeiten diesen Schritt und wollen zuerst die weitere wirtschaftliche Entwicklung abwarten. Aber ist dies die richtige Entscheidung?


Laut aktuellen Auswertungen des Statistischen Bundesamtes wurden in Deutschland im ersten1.  Halbjahr  2020 rund 58. 000 größere Betriebe gegründet. Dies bedeutet einen Rückgang von 9,4  Prozent im Vergleich zum ersten 1. Halbjahr  2019. Noch dramatischer sehen die Zahlen bei der Gründung von Kleinunternehmen aus. Hier wurde im Vergleich 21,1 Prozent weniger gegründet.

 

Gerade in schwierigen Zeiten können sich für Gründer Chancen ergeben. Eine Option, die zusehends attraktiver wird, ist es, die Existenzgründung durch eine Nachfolge anzugehen. Denn jetzt zeigt sich, ob die Geschäftsmodelle eines Unternehmens nachhaltig überlebensfähig sind oder welche Unternehmen in Krisenzeiten sogar Marktchancen für sich zu nutzen wissen.

 

Einige Unternehmer werden sich unter dem Eindruck der Krise jetzt aktiv mit dem Thema Unternehmensnachfolge auseinandersetzen. Es gibt aber aktuell weniger Abnehmer für diese Unternehmen, denn viele potenzielle Unternehmenskäufer halten sich derzeit bei Fusionen und Übernahmen zurück. Demnach werden viele attraktive Unternehmen für einen akzeptablen Verkaufspreis auf dem Markt angeboten.

 

Laut der Experten des BDU-Fachverbandes Gründung, Entwicklung und Nachfolge, liegt ein Vorteil bestehender Unternehmen in den historisch gewachsenen Kunden- und Lieferantenbeziehungen. Ebenso wertvoll sind die Unternehmensprodukte, die sich am Markt bereits bewährt und während der Krise vielleicht auch behauptet haben. In den häufigsten Fällen stellt das vorherige Management bei einer Übernahme eine große Unterstützung dar, da es mit seiner Erfahrung zumindest noch einen begrenzten Zeitraum zur Verfügung steht.

 

Die langjährige Erfahrung der Mitarbeiter und die Zusammenarbeit mit einem bestehenden Team verringert das Risiko bei einer Gründung durch Nachfolge deutlich. Dies ist auch den Kreditinstituten bewusst, die jedes Risiko einer Kreditvergabe sorgfältig abwägen. Mit der Übernahme eines bestehenden Unternehmens mit einem erprobten Geschäftsmodell fällt es leichter, größeres Vertrauen bei Kreditgebern zu erwecken und das Vorhaben zu finanzieren. Hier steht auch die KFW mit ihren Programmen zur Verfügung.

 

Um erfolgreich durch Nachfolge zu gründen, ist es wichtig, seine Schritte bewusst zu planen und den richtigen Partner an seiner Seite zu haben. In einem Positionspapier zeigen vier Autoren aus dem BDU-Fachverband, wie die „Gründung durch Nachfolge im Mittelstand“ gelingt. 

 

Bei Ihren nächsten Schritten unterstützt Sie die Pericon Unternehmensberatung mit 30 Jahren Erfahrung gerne, www.pericon.de, T 0611 – 99 94 00.

 



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