Wie sich Consulting in den nächsten Jahren verändert

verfasst von RA Kai Haake | Geschäftsführer | BDU e.V.

Viele Trends und Veränderungen - allein durch die Corona-Pandemie - beschäftigen aktuell die Consultingbranche. Diese Folge des Videocasts von "In.Up!Out?" von Moritz Neuhaus gibt einen Ausblick aus BDU-Sicht auf den Markt. 


Bis in die 2000er-Jahre gab es immer mal wieder Probleme mit "schwarzen Schafen" im Markt. Wenn auch gering vorhanden, bekamen diese unseriösen Berater immer viel mediale Aufmerksamkeit und schadeten so dem gesamten Ruf der Branche. Dies hat sich in den vergangenen zehn Jahren stark verändert und die Qualität der Beratungen hat zugenommen. Die Beraterauswahl ist auch für den Mittelstand einfacher geworden, sodass der BDU als Gütegemeinschaft nicht mehr so relevant ist. Statt dessen geht es auch im Verband hin zu mehr Unterstützung bei der Führung einer Beratung. Hierbei geht es um viele operative Fragen, aber auch Musterverträge oder Best Practice-Angebote, die für die Beratungen relevant sind. 

 

Neben der fachlichen Expertise einer Beratung wird auch das Thema des Kunden immer relevanter, sodass mehr und mehr spezialisierte Beraterinnen und Berater nachgefragt werden. Auch Digitalisierung ist und bleibt ein Teil des Alltags und muss somit auch in neuen Branchen von Beraterinnen und Beratern mitgedacht werden. Beispielsweise kann ein Bäcker backen, hat aber keine Ahnung von möglichen digitalen Geschäftserweiterungen. Hier ist es die Aufgabe einer Beratung, die Trends der Gesamtgesellschaft aufzunehmen und auf den Kunden zu transferieren.

 

Zusätzlich dazu werden die Themen Klima, Nachhaltigkeit und Lieferkettengesetz die nächsten Jahre prägen. Dies wird sich zum einen auf die Reisetätigkeiten der Beraterinnen und Berater auswirken, da die Beratungen als Dienstleister durch ihre Kunden die Aufgaben bekommen, mehr auf den CO2-Ausstoß zu achten. Dies führt wiederum auch zu einem familienfreundlicheren Berufsbild und könnte dafür sorgen, dass nicht mehr so viele Beraterinnen zwischen 30 und 40 Jahren der Branche den Rücken kehren, wie es vor der Pandemie noch der Fall war. Hier zeigt sich durch remote Arbeiten eine große Chance, Familie und Beruf besser unter einen Hut zu bekommen. Dies wird sich dann auch wiederum positiv auf das Image der Branche auswirken, da die Ellebogenmentalität in gewissem Maße schrumpfen wird. 



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