Technik und Betriebswirtschaft: Gemeinsames Spiel zum Erfolg

verfasst von André Völker | Berater | Concept AG

In Restrukturierungssituationen kommt es auf schnelles, zielgerichtetes Handeln an. Und darauf, die Krisensituation umfassend zu bewältigen. Meist reichen die internen Kapazitäten eines Unternehmens nicht aus – oder die Banken drängen darauf, externe Berater zu konsultieren. Hier kann die Auswahl des Beraters erfolgsentscheidend sein. Ein Beispiel aus der Praxis.


Im hier skizzierten Fall handelt es sich um eine mittelständische Unternehmensgruppe mit Automotive-Bezug. Eine Kernfirma der Gruppe liefert unter anderem technologisch komplexe Komponenten an deutsche Premium-Hersteller. Immer wieder führten die sehr anspruchsvollen Spezifikationen der OEMs zu hohen Ausschussraten bei Serienbeginn. Hinzu kam die Notwendigkeit der Vorfinanzierung hoher Beträge für Maschinen und Materialien zur Bewältigung des Serienanlaufs (Ramp Up). Drittens schließlich fanden innerhalb der Gruppe, historisch bedingt, teilweise unrentable & cash-verzehrende Randaktivitäten außerhalb des Kerngeschäftes statt.

 

Bei der Krisenbewältigung war zunächst klassisches kaufmännisches Know-how gefragt. Der erste Schritt bestand darin, Transparenz herzustellen. Zur Prüfung der Zahlungsfähigkeit wurde der Liquiditätsstatus ermittelt sowie ein Liquiditätsplan erstellt. Die bereits drohende Insolvenz konnte durch ein Bündel von Sofortmaßnahmen abgewendet werden: Verkürzte Zahlungsziele und vorgezogene Zahlungen bei Kunden; Stundungsvereinbarungen und verlängerte Zahlungsziele bei Lieferanten.
Ein von den Banken gefordertes Sanierungskonzept wurde erstellt und gleichzeitig umfangreiche Maßnahmen zur Entlastung des operativen Cash-flow umgesetzt. Gemeinsam mit den Mitarbeitern verhandelten die externen Berater erfolgreich einen Sanierungsvertrag mit einem Großkunden. Ferner trennte man sich von den verlustbringenden Randaktivitäten der Gruppe. Insbesondere in Produktion, Logistik und Einkauf konnten erhebliche Einsparungen erzielt werden, die einen großen Beitrag zur nachhaltigen Stabilisierung der Lage leisteten. 

 

Spätestens hier schlug die Stunde der Technik...



Weiterlesen
Die neuesten Artikel im BDU-Fachartikelbereich

Outplacement versus Newplacement – Chancen für einen Neuanfang

Was haben amerikanische Soldaten mit der Suche nach einem neuen Job zu tun? Auf den ersten Blick selbstverständlich überhaupt nichts, aber nach dem Zweiten Weltkrieg  mussten viele US-Soldaten wieder in das Berufsleben außerhalb des Militärs integriert werden, und die US-Army unterstützte sie bei dieser Aufgabe. Somit war das klassische Outplacement geboren, das in den Folgejahren von Psychologen aufgegriffen und weiterentwickelt wurde und sich auch in Europa etablieren konnte.

[verfasst von Iris Manshusen Unternehmenskommunikation | VBLP GmbH Unternehmensberatung]

Digitalisierung im Mittelstand

In Deutschland gibt es zahlreiche KMU und anteilig weitaus mehr „Hidden-Champions“ als im Rest der Welt. Diese Firmen sind in der Regel keine „Digital Natives“ sondern „Digital Follower“ oder „Digital Immigrants“. Sie bilden das Rückgrat unserer Volkswirtschaft.

[verfasst von Markus Hagen Geschäftsführender Gesellschafter | pareto managementpartner GmbH&Co.KG]

Betriebliches Eingliederungsmanagement

  Das Betriebliche Eingliederungsmanagement (BEM) stellt eine gesetzliche Präventionsverpflichtung für alle Betriebe und Dienststellen dar und findet für alle Beschäftigten Anwendung. Der Gesetzgeber hat definiert, was unter einem BEM zu verstehen ist. 

[verfasst von Dr. Hartmut H. Frenzel Inhaber | Dr. Hartmut H. Frenzel - Betreiberpflichten auf den Punkt gebracht]
Service
penzil
Sie sind Mitglied und möchten auch einen Artikel einstellen?
Ich möchte einen eingestellten Artikel löschen.
penzil
Top