Erneuerung durch Company Rebuilding?

19.01.2018 | verfasst von Marc Wagner | Managing Partner, Member of the International Management Board | Detecon Consulting

Was ist los in den Top-Etagen deutscher Konzerne? Die Vorstände reisen durch die Technologie-Mekkas dieser Welt, gründen Ideen-Labore, ziehen ihre Krawatten aus, geben ihre Einzelbüros auf, lassen Hollywoodschaukeln in ihre Open-Space-Büros hängen, und verzweifeln immer wieder daran, dass selbst kleinste Innovationsversuche in den Weiten ihrer starren Organisation stecken bleiben. Denn sie wissen es doch ganz genau: Geschäftsmodelle, die über Jahrzehnte nahezu unantastbar schienen und hohe Margen abwarfen, werden durch neue, häufig kleine und junge Unternehmen auf den Kopf gestellt. Insbesondere technologische Markteintrittsbarrieren verschwinden nahezu vollständig. Technologie ist frei verfügbar und wartet darauf, für die Disruption des nächsten Marktes genutzt zu werden. Alles nicht neu. Dennoch sehen deutsche Unternehmenslenker weiterhin mit weit aufgerissenen Augen zu, wie täglich neue Startup-Piranhas das eigene Dinosaurier-Unternehmen attackieren. Warum schaffen es die Großen trotzdem nicht, auf all das sinnvoll zu reagieren und sich zu erneuern?


Sie springen (noch) zu kurz

 

Wenn sie loslaufen, laufen sie singulären Einzeltrends hinterher: von Design-Thinking über Digital Labs bis hin zu diversen Kulturprogrammen wird versucht, den Tanker umzudrehen und gegen eine Heerschar an agilen Unternehmen anzutreten. Dabei scheint es so, als hätten diese Unternehmen einen großen Nachteil – ihre Größe. Denn „Big ist längst nicht mehr nur beautiful“ – in den großen Strukturen sind über Jahrzehnte Agilitätskiller entstanden, die sich nicht so einfach entfernen lassen: Hierarchien, Prozesse, Kontrollsysteme und Scharen an Managern. Von Unternehmertum und Innovationskultur keine Spur, sondern dank diverser Effizienzprogramme eher eine Abwärtsspirale, in der nicht-wertschöpfende Funktionen die Kosten-Daumenschraube an der Kundenfront immer weiter anziehen.

 

Die vier Fragen die sich jeder Konzern bei der Transformation von Konzernen stellen sollte: 

  • Wie gelingt es, aus der alten Dynamik auszubrechen?
  • Sind wir als Konzern mit all unseren Altlasten wirklich im Nachteil gegenüber den quirligen Start Ups?
  • Lässt sich aus dem Erbe, das wir mit uns herumtragen, nicht sogar ein Vorteil ableiten und dies fernab von ‚exekutionsamputierten‘ Lab-Strukturen?
  • Und in wieweit können wir hier die technologischen Möglichkeiten nutzen, um zukünftig Overhead, Ineffizienzen und fehlende Kundenorientierung zu vermeiden?


Weiterlesen
facebook twitter linkedin xing
Die neuesten Artikel im BDU-Fachartikelbereich

Führung braucht emotionale Reife

Emotionale Intelligenz ist entscheidend für Führungserfolg. Bei der Führungskräfte-Entwicklung muss der EQ der jeweiligen Person daher immer mitbetrachtet werden.

[16.10.2018 | verfasst von Frank M. Scheelen | Vorstandsvorsitzender | Scheelen AG]

Unternehmenstransaktionen - Der Wert einer nachhaltigen Verhandlung

Wer ein Unternehmen kaufen oder verkaufen möchte, wird früher oder später am Verhandlungstisch mit Interessenten sitzen. Die Parteien, die sich an einem dieser Szenarios beteiligen, sind naturgemäß Unternehmer, angehende Unternehmer – beispielsweise im Fall von Management Buy-In Kandidaten - oder/und Berater. Alles Menschentypen, die es gewohnt sind, ihre Positionen zu vertreten und zu verteidigen. Da kommt es erfahrungsgemäß schnell zu Konfrontationen und Konflikten.

[12.10.2018 | verfasst von André Achtermeier | Geschäftsführender Gesellschafter | K.E.R.N. - Die Nachfolgespezialisten]

Generation Z - Die neue Herausforderung in der Rekrutierung von Talenten und Fachkräften.

Die Berufswelt unterliegt einem ständigen Generationenwandel. Derzeit befindet sich die Generation Z in der Phase des Berufseinstiegs, was neue Anforderungen an die Rekrutierung von Fach- und Führungskräften stellt. Denn die Generation Z ist die erste, die vollumfänglich mit der Digitalisierung aufgewachsen ist und deshalb ein neues Kommunikations- und Konsumverhalten aufweist. Zwei Studierende der Fachhochschule Nordwestschweiz, FHNW Basel, haben sich im Rahmen einer von der HCCM AG unterstützten Bachelor-Thesis mit dem Thema auseinandergesetzt. Die Bachelor-Thesis von Yasmine Herzog und von Philipp Fuchs wurde mit dem Prädikat „sehr gut“ ausgezeichnet. 

[24.09.2018 | verfasst von Charles Jean Quensel | Geschäftsführer und Inhaber | HCCM® AG]
Service
penzil
Sie sind Mitglied und möchten auch einen Artikel einstellen?
Ich möchte einen eingestellten Artikel löschen.
penzil
Top