Was bedeuten die neuesten Technologietrends für deutsche Unternehmen?

10.05.2016 | verfasst von Manuel Kreutz | Geschäftsführer der Kreutz & Partner GmbH | Vorstand BDU-Fachverband Management und Marketing | Kreutz & Partner GmbH
Was bedeuten die neuesten Technologietrends für deutsche Unternehmen?

Die South by Southwest (SXSW) ist eines der bedeutendsten Events der Digitalbranche. Seit 1986 treffen sich Kreative, Digital-Pioniere und Visionäre einmal im Jahr in Austin/Texas. Ein Blick auf die Trendthemen 2016.


Das Event ist keine Messe im klassischen Sinn, sondern eher ein Festival, das sich in weite Teile des Stadtgebiets erstreckt. Einer der bemerkenswertesten Momente der SXSW 2016 war der Auftritt von Barack Obama. Er ist der erste amtierende US-Präsident, der dem Festival diese Relevanz beimisst. Allein sein Kommen unterstrich die Bedeutung der Digitalbranche für Wirtschaft, Gesellschaft und Demokratie seines Landes. Obama hatte aber auch klare Forderungen im Gepäck. Von zentraler Bedeutung sei nicht, das „nächste coole neue Ding zu erfinden, sondern wie man es am besten einsetzt.“ Digital-Community und Regierung müssten besser zusammenarbeiten. 

 

Obama wolle dabei Mindsets brechen. Frage nicht, was dein Land für dich tun kann, sondern was du für dein Land tun kannst – so könnte man meinen. Es gehe um Lösungen für dringliche gesellschaftliche Probleme: Zugang zu Bildung, Zugang zum Internet, Zugang zu neuen Diensten und Möglichkeiten. Diese Lösungen zu finden, läge ebenfalls in der Verantwortung von schlauen Köpfen der Digitalbranche.

 

SXSW: Auch für deutsche Unternehmen immer wichtiger

Auch viele Vertreter aus Deutschland lauschten den Worten des amerikanischen Präsidenten. Erneut war eine nationale Delegation angereist. Im „German Haus“ diskutierten bei mehr als 30 Veranstaltungen Teilnehmer über aktuelle Technologietrends. Auch zwei der Awards gingen in diesem Jahr an deutsche Unternehmen: die 360-Grad-VR-App von SPLASH und Share your Meal vom Welternährungsprogramm – beide in Berlin ansässig. Ein weiteres Zeichen dafür, wie wichtig die SXSW, die seit jeher gleichzeitig mit der CeBIT stattfindet, auch für deutsche Firmen, Denker und Influencer wird.

 

Darüber hinaus ist die SXSW ein Seismograph für Trendthemen geworden.  2016 dominierten Roboter und Künstliche Intelligenz sowie Virtual und Augmented Reality Ausstellung, Vorträge und Gespräche. Diese Technologien werden auch unsere Kunden beeinflussen. 

 

Ein paar Zahlen zu den  Trends der SXSW 2016: 

  •  64 Prozent der SXSW-Besucher suchen nach neuen Geschäftsmöglichkeiten. 
  •  22 Prozent suchen nach Investoren.
  •  Im Vergleich zu 2014 wird der Robotik ein Wachstum von 17 Prozent im Bereich - „Consumer/Office“  bis 2019 prognostiziert. 
  •  2018 wird es 171 Millionen aktive Nutzer von Virtual Reality (VR) geben. 
  •  Die Einnahmen aus VR-Produkten werden von 2014 bis 2018 von 90 Millionen US-Dollar auf 5,3 Milliarden US-Dollar anwachsen. 

 

Anwendungsbeispiele für Virtual Reality

Virtual Reality (VR) kommt ursprünglich aus der Gamer-Branche. Doch die Anwendungen sind längst sehr viel praktischer geworden.  VR wird zum Trainings-Assistenten im privaten Workout, in der Werkshalle oder im Flugsimulator sowie zum zentralen Tool für Marketing und Sales. Denn nichts überzeugt mehr als die angebotene Reise, das Produkt oder die Dienstleistung unmittelbar zu erleben. 

 

Diese Möglichkeiten verändern Prozesse innerhalb des Unternehmens. Sie erweitern Service und Produktpräsentation. Und sie fördern neue Potenziale zutage. Denn neben Produktion und Verkauf ist es – ganz in Barack Obamas Sinn – vor allem die schulische und fachliche Ausbildung, in der Virtuelle Realitäten unsere Welt verändern könnten.

 

Noch mehr Zahlen zur SXSW 2016 finden Sie in dieser Infografik 

Weitere Infos zur SXSW 2016 und 2017: http://www.sxsw.com/interactive

facebook twitter linkedin xing
Die neuesten Artikel im BDU-Fachartikelbereich

Erneuerung durch Company Rebuilding?

Was ist los in den Top-Etagen deutscher Konzerne? Die Vorstände reisen durch die Technologie-Mekkas dieser Welt, gründen Ideen-Labore, ziehen ihre Krawatten aus, geben ihre Einzelbüros auf, lassen Hollywoodschaukeln in ihre Open-Space-Büros hängen, und verzweifeln immer wieder daran, dass selbst kleinste Innovationsversuche in den Weiten ihrer starren Organisation stecken bleiben. Denn sie wissen es doch ganz genau: Geschäftsmodelle, die über Jahrzehnte nahezu unantastbar schienen und hohe Margen abwarfen, werden durch neue, häufig kleine und junge Unternehmen auf den Kopf gestellt. Insbesondere technologische Markteintrittsbarrieren verschwinden nahezu vollständig. Technologie ist frei verfügbar und wartet darauf, für die Disruption des nächsten Marktes genutzt zu werden. Alles nicht neu. Dennoch sehen deutsche Unternehmenslenker weiterhin mit weit aufgerissenen Augen zu, wie täglich neue Startup-Piranhas das eigene Dinosaurier-Unternehmen attackieren. Warum schaffen es die Großen trotzdem nicht, auf all das sinnvoll zu reagieren und sich zu erneuern?

[19.01.2018 | verfasst von Marc Wagner | Managing Partner, Member of the International Management Board | Detecon Consulting]

Crowdfunding: Startkapital ohne Banken

Was haben ein Mobilitäts-Startup aus China (NIU Elektroroller), ein Berliner Kaffee-Visionär (Bonaverde) und ein deutsches Traditionsunternehmen (Voelkel Natursäfte) gemeinsam? Eine Finanzierung über die Crowd! Die Motive und die gewählten Crowdfinanzierungsmodelle unterscheiden sich, aber alle drei haben die Vorteile des Schwarms erkannt.

[15.01.2018 | verfasst von Ulrich Bendel | Geschäftsführender Gesellschafter | Mühl Christ Partner Management Consulting GmbH]

Chefsache Datenschutz-Grundverordnung

Die Datenschutz-Grundverordnung (ebenso BDSG - neu) wird am 25. Mai 2018 scharf geschaltet. Bieten Sie Waren oder Dienstleistungen in der europäischen Union oder in Deutschland an? Haben Sie Mitarbeiter? Bieten Sie im fremden Namen, d.h. im Auftrag eines Dritten, Waren oder Dienstleistungen in der europäischen Union oder in Deutschland an? Wenn Sie eine oder mehrere der folgenden Fragen mit Ja beantworten, fallen Sie mit Ihrem Unternehmen in den Geltungsbereich der Datenschutz-Grundverordnung.

[08.01.2018 | verfasst von Dr. Hartmut Frenzel | Inhaber | Dr. Hartmut Frenzel. Nachhaltig. Exzellent. Beraten]
Service
penzil
Sie sind Mitglied und möchten auch einen Artikel einstellen?
Ich möchte einen eingestellten Artikel löschen.
penzil
Top