Macht uns der kontinuierliche Change auf Dauer krank?

02.11.2017 | verfasst von Claudia Schmidt | Geschäftsführerin | Mutaree GmbH

Mit dem jüngsten Change-TED hat Mutaree die Frage gestellt "Macht Change krank"? Die Hälfte aller 271 Befragten beobachten, dass sie durchschnittlich 60 Prozent und mehr ihrer regulären Arbeitszeit für Change-Projekte aufwenden. Und dennoch muss das Tagesgeschäft unter konstantem Erfolgsdruck bewältigt werden. 79 Prozent gaben an, dass sie trotz dieser enormen zusätzlichen Belastung durch Change-Projekte keine Entlastung im Tagesgeschäft bekommen.


Change-Projekte belasten enorm

Aktuell laufen bei 50 Prozent aller Befragten fünf bis zehn Change-Projekte parallel. Die Umfrage belegt ein hohes Engagement der Mitarbeiter in den Veränderungssituationen, was zu außerordentlichen Belastungen führt: 86 Prozent arbeiten mit hoher Arbeitsverdichtung, 76 Prozent unter Zeitdruck, 75 Prozent empfinden das Ausmaß der Überstunden als belastend.  50 Prozent klagen über Unsicherheit und fehlende Orientierung. Wenn sich an diesem Zustand nichts ändert, führen die notwendigen Change-Projekte der Unternehmen zwangsläufig zum Kollaps. Trotz, oder gerade wegen der enormen Belastung sind 75 Prozent der Befragten der Meinung, dass ihr Unternehmen schon Wert auf die Gesunderhaltung der Mitarbeiter lege. 81 Prozent sprechen von präventiven Gesundheitsprogrammen, 56 Prozent von Change-Qualifizierungsprogrammen, 46 Prozent von Change-Kommunikationsprogrammen und 27 Prozent haben einen Change-Experten als feste Anlaufstelle für die Betroffenen. Das zeigt, Unternehmen haben die Notwendigkeit erkannt und ergreifen erste Maßnahmen, um dem Leistungsdruck entgegenzusteuern. Ob präventive Gesundheitsprogramme das deutliche Maß an Überarbeitung ausgleichen können bleibt offen. Klar ist, Change-Kompetenzen sind gefragt und müssen für die Unternehmen abrufbar sein. Gleichzeitig müssen die Unternehmen einen Weg finden, um das aktuelle Belastungsniveau möglichst rasch und dauerhaft auf ein realistisch machbares Maß zu senken.

 

Unternehmen müssen reagieren – sonst droht ein Kollaps

Change ist zum Tagesgeschäft geworden und stellt Führungskräfte und Mitarbeiter vor viele Umsetzungsprobleme. Einfach loslaufen funktioniert in den seltensten Fällen, denn gut gemeint ist in Sachen Change noch lange nicht gut gemacht: „Handgestrickte“ Veränderungsprozesse können funktionieren, jedoch auch allzu schnell scheitern, nicht zuletzt aus mangelnder Methodenkenntnis. Gescheiterte Veränderungsprojekte kosten in erster Linie Geld im schlimmsten Fall gar Kopf und Kragen. Unternehmen müssen sich flexibel und dynamisch anpassen und verändern können, ansonsten geraten sie unter Wettbewerbsdruck. Je komplexer das Veränderungsvorhaben, desto wichtiger ist es, schnell über professionelle Change Kompetenzen und Ressourcen zu verfügen. Gefragt sind professionelle Change-Treiber, die den Prozess entsprechend organisieren und koordinieren. Sie haben die Methodenkenntnis, um Veränderungsprozesse professionell anzulegen. So, dass sie von den Menschen akzeptiert und getragen werden, denn Veränderungen erfolgreich zu gestalten heißt auch, die Menschen zu gewinnen. Change Projekte sollten sich für alle Betroffenen normal anfühlen und weder Angst noch Schreckstarre auslösen. Hierfür bedarf es methodischer und menschlicher Kompetenzen. Unsere 10-jährigen Erfahrung im Bereich Change zeigt uns, dass folgende fünf Kernkompetenzen in einer Veränderungssituation unverzichtbar sind...



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